8. Friedrich-WM 2013

Ergebnisse der Vorrunde



In der Vorrunde wurden insgesamt 36 Partie n gespielt. Bemerkenswerte Ereignisse waren:


Partie 1: Der amtierende Weltmeister Steffen Schröder setzt seine AuftaktPartie mit Preußen nach 13 Runden in den Sand. Es gewinnt der 2012-Großmeister Christian Blattner mit Frankreich.

Partie 2: Bjorn Apelqvists Preußen muß mit der ersten Schicksalskarte eine Subsidienkürzung hinnehmen. Dennoch gewinnt er nach 17 Runden. Bjorn stellt einen Geschwindigkeitsrekord auf: Er spielt 17 Runden in 30 Minuten!

Partie 3: Malte Heinrich (Preußen) spielt 34 Punkte in Herz gegen die Reichsarmee, die ihm am Ende bitter im Kessel von Magdeburg gegen Frankreich fehlen. Manni Wichmann siegt nach 11 Runden mit Frankreich.

Partie 4: Andrew Brown (Preußen) verliert nach 12 Runden gegen den WM-Debütanten Christoph Kaminski (Österreich); Rafa Torrente (Rußland) und André Dallmann (Frankreich) hält er dagegen gut in Schach.

Partie 5: In diesem Spiel jagen sich die Schicksalsschläge: Elisabeth (Runde 7), Schweden (8), Lord Bute (9), Gedichte (10). Zum Ziehen der Karte Amerika (11) kommt es nicht mehr, da Christian Yorcks Preußen in dieser Runde kollabiert. Zweimal hatte Daniel Jensen den Sieg eigentlich schon in der Tasche (mit Rußland und danach mit Schweden), zweimal wurde dieser durch das Schicksal vereitelt. Am Ende siegt Daniel halt mit der Reichsarmee.

Partie 6: Gegen Anton Telle (Preußen) scheiden Rußland und Schweden gleichfalls früh aus (Runde 8 und 9); Österreich leidet darunter und so kommt Jan Hölk nach 23 deprimierenden Runden auf 3,3P.

Partie 7: Richard Sivél hält Frankreich (Jorge Sánchez) für 18 Runden allein mit Cumberland in Schach. Er siegt nach 22 Runden.

Partie 8: Stephan Jordan (Österreich) hat nicht nur Preußen (Klaus Blum) als Gegner. Die von Niclas Büchel geführte Reichsarmee schließt hinter ihm den Kessel, Stephans großer Turm geht vom Brett. Danach fluten preußische Horden Böhmen.

Partie 9: Bernd Preiß macht 30 Minuten später den fünften Preußensieg des Abends perfekt. Daniel Dunbring (Rußland), Alex Calderón (Österreich) und Andreas Dargel (Frankreich) beißen sich an seiner Verteidigung die Zähne aus.

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Partie 5: Daniel Jensen ist wenig begeistert. Vor einer Runde stand Rußland auf Sieg und schied aus. Und jetzt ist Schweden der Sieg nicht mehr zu nehmen — und es scheidet auch aus! Am Ende aber ist alles gut: Daniel siegt mit der Reichnsarmee.


Partie 7: Martin Leis bewegt seine Österreicher, während Mike Ramsey wenig zufrieden mit der Position der grünen Horden scheint.


Partie 9: Alex Calderón(Österreich) und Andreas Dargel (Frankreich).


Partie 10: Bjorn Apelqvist zieht. Rafa Torrente rückt seine Brille zurecht. Andreas Zölitz (Rußland) und Bjorn von Knorring beobachten.


Partie 12: John McCullough (Pr), Christian Blattner (R), Guy Atkinson (Ö) und Daniel Dunbring (F).

Partie 10: Bjorn von Knorring erwischt ein früher Lord Bute (Runde 6), nach 13 Runden ist es vorbei; es siegen Rafa Torrentes Franzosen.

Partie 11: Peter Hannappels Preußen werden in Sachsen eingekesselt, der Troß ist auch schon weg, aber der Kessel platzt und Peters Verteidigung hält bis zum Sieg in Runde 19.

Partie 12: John McCulloughs Preußen schlagen gleich zu Beginn hart auf die Schweden ein, Frankreich (Daniel Dunbring) ist kurz vorm Sieg als er in Runde 7 ausscheidet. Die Zarin und Schweden folgen bald nach, und so siegt Preußen in Runde 13.

Partie 13: Andre Dallmann (Österreich) hat nach 17 Runden Andreas Buschhaus' Preußen niedergerungen.

Partie 14: Arnold de Wijs (R), Anton Telle (Ö) und Stephan Jordan (F) setzen Christoph Kaminski hart zu. Nach 10 Runden ist Schluß, es siegt Anton mit Österreich.

Partie 15: Rodrigo Witzel sieht ebenfalls wenig Land. Nach 12 Runden hat WM-Debütant Niclas Büchel mit Österreich seinen ersten Turniersieg eingefahren.

Partie 16: Jose Bonilla Rau siegt nach 21 Runden. Zwischen Runde 11 und 14 erfolgte eine Schicksalorgie: Indien, Elisabeth, Amerika, Gedichte. Die Angreifer kommen auf 7.5, 8P und 8P.

Partie 17: Jorge Sánchez erlebt das kürzeste Preußenspiel des Turniers. Nach 8 Runden ist Schluß; Marian Leimbach siegt mit Österreich.

Partie 18: Manni Wichmann läßt seinen Gegnern nur wenig Chancen. Preußen siegt nach 23 Runden. Der frühe Tod der Zarin (Runde 7) wurde ausgeglichen durch Subsidienkürzungen in Runde 10 und 14.



Partie 19: Auch hier stirbt die Zarin in Runde 7 (Anton Telle), Lord Bute folgt stehenden Fußes. Mark Lutas Preußen halten bis Runde 23 allen Angriffen stand. Im Laufe des Spiels verschlägt es Cumberland bis an den südlichen Brettrand bei Miltenberg.

Partie 20: Rodrigo Witzels Russen machen den Sieg in Runde 14 gegen Jan Hölks Preußen perfekt. Um ein Haar hätte Guy Atkinson mit Frankreich einen Doppelsieg eingefahren.

Partie 21: Manchmal muß man auf die Toilette gehen, um zu gewinnen! So geschehen bei Arnold de Wijs. Denn eigentlich schien Alex Calderóns Preußen-Stellung stabil, wenn da nicht dieses kurze Zeitfenster gewesen wäre, in dem Österreich alle Zielstädte 1. Ordnung erobert hatte. Und, schwupps! Schweden schied aus, Niclas Büchel übernahm die Reichsarmee, und Österreich gewann! Und all das, als Arnold auf dem Weg zur Toilette war, unterwegs noch sein Leid klagte, wie schlecht die Partie für ihn lief...

Partie 22: Kurz vor Mitternacht zwingt Rafa Torrente mit Österreich Maurice de Wijs in die Knie (18 Runden). Bis dahin war lediglich Schweden (Marian Leimbach) ausgeschieden und eine Subsidienkürzung erfolgt.

Partie 23: Martin Leis wehrt den Angriff eines österreichischen Monsterturms in Sachsen ab, nur um dann von Hildi per −8 Rückzug nach Kulmbach geschickt zu werden. Andrew Brown gewinnt mit Österreich in Runde 11. Die Subsidienkürzungen in Runde 8 und 9 waren für Martin auch nicht gerade hilfreich.

Partie 24: Christian Yorck (Österreich) sieht sich plötzlich mit Christian Blattners Preußen in Böhmen konfrontiert. Es ist keine Offensiv-Option... aber er gerät ins Schwitzen. Preußen gewinnt in Runde 19.

Partie 25: Daniel Dunbring fährt einen weiteren Preußensieg in Runde 19 ein.

Partie 26: Das Schicksal meint es nicht gut mit Andreas Zölitz. Frühe Subsidienkürzungen! Und Nach dem Ausscheiden von Schweden (Runde 12) und Rußland (15) siegt dann unvermittelt Jorge Sánchez mit der Reichsarmee. Die Vorarbeit hierzu hatte Marcus Straßmann geleistet, der nun plötzlich mit fast leeren Händen dasteht: 4.2 Punkte!

Partie 27: Stephan Jordan bekommt ebenfalls einen Runde-6-Lord-Bute. Bernd Preiß spielt auf Sieg der Reichsarmee, fährt Herzattacke auf Herzattacke. Profiteur des Ganzen ist Richard Sivéls Frankreich. Chevert schlägt zu, ausgestattet mit genau einer Herzkarte (einer 11), und erobert Magdeburg. Der Spielsieg! Zwar ist noch ein Kampf mit Cumberland zu führen (der für Chevert mit −7) endet. Aber das ist ja dann egal...


Partie 21: John McCullough beim Verlesen einer Schicksalskarte. Alex Calderón, Niclas Büchel und Arnold de Wijs lauschen. Etwas später wird Arnold auf der Toilette sein, als er wegen dem Ausscheiden Schwedens mit Österreich dank erleichterten Siegbedingungen mit gewinnt! — Also, Leute: Öfter mal für kleine Mädels müssen!


Partie 24: Christian Blattner überlegt, ob er eine Offensiv-Option wagen soll. André Dallmann (R) und Christian Yorck (Ö) sind derweil guter Dinge.


Partie 25: Daniel Dunbring als Preußen. Steffen Schröder und Bjorn von Knorring werden ihn nicht besiegen können.


Partie 6: Bitte, machen Sie eine typische Handbewegung eines Friedrich-Spielers! John McCullough demonstriert diese gerne.


Partie 34: André Dallmann macht auch gerne mit.


Partie 35: Und auch Niclas Büchel will da keinesfalls zurückstehen :-)

Partie 28: Marcus Straßmann unterliegt nach 14 Runden John McCulloughs Österreichern. Steffen Schröder holt mit Frankreich 9 Punkte. Damit hat der Titelverteidiger keinen einzigen Sieg eingefahren.

Partie 29: In einer nervenaufreibenden Partie mit vielen taktischen Finessen behauptet sich Daniel Jensen letztendlich mit Preußen (19 Runden). Er und Manni Wichmann (Österreich; 8,3 Punkte) sichern sich die Finalteilnahme.

Partie 30: Bjorn von Knorring (Österreich) siegt in Runde 10 gegen Thorsten Groß' Preußen.

Partie 31: Rafa Torrente holt mit 11 Runden den schnellsten Preußensieg. Christian Blattner kommt mit Frankriech nur auf 6 Punkte und verpaßt das Finale damit knapp.

Partie 32: Mark Luta kämpft ebenfalls um die Finalteilnahme. Er hat vier Siegchancen: Wenn Rußland ab Runde 14 ausscheidet, siegt Schweden. Schweden braucht ab Runde 16 noch 3 Runden für den großen Sieg (gut abgeschirmt durch die russischen Heere), scheidet aber in Runde 16 aus. Wenn Rußland mehr Herz bekommt, so platzt Mike Ramseys Preußenverteidigung. Und wenn ab Runde 17 Rußland ausscheidet, so fährt er einen instantanten Reichsarmeesieg ein. — Aber keine Hoffnung realisiert sich. Rodrigo Witzel siegt in Runde 19 mit Österreich.

Partie 33: Guy Atkinson verteidigt die Kammin-Gegend mit 14 Armeen. Gegen Frankreich schickt er einen minderbestückten Seydlitz, vermöbelt aber Anton Telles Franzosen mit massiven Pikeinsatz. Anton braucht einen Sieg für die Finalteilnahme. Volles Risiko! Es werden dann nur 3 Punkte. Letztendlich siegt Österreich (Andreas Buschhaus) nach 16 Runden.

Partie 34: Sachsen wurde von den Kombattanten lange ignoriert. Einen preußischen Troß verschlug es nach Brünn. Trotz Subsidienkürzung in Runde 6 siegt André Dallmann (Preußen) in Runde 23. Damit platzen Klaus Blums (Rußland) und Bernd Preiß' (Frankreich) Hoffnungen auf die Finalteilnahme.

Partie 35: Daniel Dunbring (Österreich) besiegt Niclas Büchels Preußen in Runde 14 und ist damit der vierte Finalteilnehmer.

Spiel 36: In Runde 3 kesseln Arnold de Wijs Preußen einen österreichischen Turm bei Löbau ein (Drei-Sektoren-Kampf), aber Arnold ist in Herz nicht stark genug. Im Gegenschlag wird er selbst umzingelt und 15 preußische Armeen gehen vom Brett. Preußens Verteidigung gerät aus den Fugen. Rußland siegt in Runde 10. Dies ist Richard Sivéls dritter Spielsieg.

Tabellenstand nach der Vorrunde:

Spieler Friedr. Elis. M.Ther. Pomp. Ges. TB1 TB2
aKK Richard Sivél 12,0 12,0 9,2 12,0 45,2
1 Daniel Jensen 12,0 12,0 9,4 8,0 41,4
2 Manni Wichmann 12,0 9,0 8,3 12,0 41,3
3 Rafa Torrente 12,0 5,0 12,0 12,0 41,0
4 Daniel Dunbring 12,0 7,0 12,0 9,0 40,0
5 André Dallmann 12,0 7,0 12,0 8,0 39,0 6,0
6 Christian Blattner 12,0 9,0 12,0 6,0 39,0 4,0
7 Mark Luta 12,0 9,0 8,3 9,0 38,3
8 Rodrigo Witzel 6,0 12,0 12,0 8,0 38,0
9 Peter Hannappel 12,0 9,0 7,5 9,0 37,5
10 Klaus Blum 12,0 8,0 9,2 8,0 37,2
11 Bernd Preiß 12,0 8,0 8,0 9,0 37,0 8,9
12 Bjorn Apelqvist 12,0 8,0 8,0 9,0 37,0 4,8
13 José Bonilla Rau 12,0 8,0 8,1 8,0 36,1
14 John McCullough 12,0 5,0 12,0 7,0 36,0
15 Andreas Buschhaus 8,5 6,0 12,0 9,0 35,5
16 Maurice de Wijs 9,0 9,0 9,2 8,0 35,2
17 Bjorn von Knorring 6,5 9,0 12,0 7,0 34,5
aKK Dargel, Leimbach,
Groß
5,0 9,0 12,0 8,0 34,0 12,0
18 Arnold de Wijs 5,0 9,0 12,0 8,0 34,0 11,0 1,19
19 Niclas Büchel 7,0 8,0 12,0 7,0 34,0 11,0 1,53
20 Andrew Brown 6,0 8,0 12,0 8,0 34,0 9,0
21 Guy Atkinson 8,0 8,0 8,3 9,0 33,3
22 Jorge Sánchez Sánchez 4,0 12,0 9,2 8,0 33,2 9,0 1,00
23 Alejandro Calderón 8,0 9,0 9,2 7,0 33,2 9,0 1,53
24 Anton Telle 12,0 6,0 12,0 3,0 33,0
25 Mike Ramsey 9,5 6,0 9,2 8,0 32,7
26 Christoph Kaminski 5,0 7,0 12,0 8,0 32,0
27 Stephan Jordan 8,0 7,0 7,5 9,0 31,5
28 Malte Heinrich 5,5 9,0 7,5 9,0 31,0
29 Andreas Zölitz 7,5 8,0 6,9 8,0 30,4
30 Steffen Schröder 6,5 8,0 6,7 9,0 30,2
31 Christian Yorck 5,5 8,0 8,3 8,0 29,8
32 Martin Leis 5,5 7,0 7,5 9,0 29,0
33 Marcus Straßmann 7,0 6,0 4,2 8,0 25,2
34 Jan Hölk 7,0 4,0 3,3 8,0 22,3
TB1 = Tiebreaker No.1
TB2 = Tiebreaker No.2
aKK = außer Konkurrenz


Partie 14: Preußen (Christoph Kaminski) in Nöten! Alle drei großen Nationen haben "Gardéz" gesagt (erkennbar an den Fähnchen), und können also nächste Runde gewinnen.


Partie 27: Ähnlich sieht es für Stephan Jordan aus. Hier will Bernd Preiß seine Reichsarmee zum Sieg führen. Am Ende aber gewinnt Frankreich (Richard Sivél).



Die vier Finalisten: Manni Wichmann, Rafa Torrente, Daniel Jensen, Daniel Dunbring.


Da Richard Sivél außer Konkurrenz teilnahm, zogen als die vier Bestplazierten
Daniel Jensen, Manni Wichmann, Rafa Torrente und Daniel Dunbring ins Endspiel ein.

Dieses begann um 17:15 Uhr.

Daniel Jensen hatte hierbei als Vorrundenerster die freie Wahl der Rolle, Manni Wichmann die zweite Wahl, usw.

Für Daniel Jensen und Rafa Torrente war es die erste Final-Teilnahme, während es für Manni das vierte Finale war und für Daniel Dunbring das zweite.

Der Faire Ehrensvärd ging an an Guy Atkinson.