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-toni-
Ein Großer Friedrich




Beiträge: 467

Finale der 10. Friedrich-Weltmeisterschaft Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

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Dies ist mein erster Spielbericht von einem Spiel, an dem ich selbst nicht teilnahm. Ich habe die Ereignisse als Zuschauer verfolgt und versuche sie hier wiederzugeben. Manchmal habe ich auch einen Blick in die TKs der Nationen bekommen.

Die Rollenverteilung:
Friedrich: Christian (1. der Vorrunde)
Elisabeth: Mark (4. der Vorrunde)
Maria Theresia: Guy (2. der Vorrunde)
Pompadour: Manni (3. der Vorrunde)


Preußen hat viel Herz, gibt Schlesien auf

Preußen sieht in den ersten Runden viel Herz in seiner Hand (ca. 9 der ersten 14 TKs). Daher stellen sich Lehwaldt auf Mohrungen (Ostpreußen-Herz) und Dohna auch auf Woldenberg (Neumark-Herz). Dort wird Dohna aus Kreuz von Saltikov und Fermor in Runde 4 mit 13 zu 6 Armeen angegriffen. Preußen zieht Russland einiges Kreuz, dann zieht sich Russland zurück. Von da an wird Dohna nur noch in Kreuz kämpfen.

Österreich attackiert in Runde 4 Breslau mit 23 zu 5 Armeen (Schwerin und Keith). Christian wollte eigentlich nach dem Kampf seine Truppen auf der Hauptstraße nach Berlin ziehen, hatte aber nicht einkalkuliert, dass Österreich ihn wahrscheinlich nicht auf der Hauptstraße zurückziehen wird, und er damit in weitere Kämpfe verwickelt würde. Daher nimmt er beide Generäle vom Brett. In Zentralsachsen steht Preußen sicher. Dort tummeln sich die beiden kleinen österreichischen Generäle.

Magdeburg wird schon in Runde 4 attackiert - Preußen zieht sich nach einer TK mit -1 zurück. In der Runde darauf attackiert Frankreich wieder in Herz, muss sich nun aber selbst zurückziehen. In Westsachsen ist viel los: Cumberland zieht dort hin, Soubise folgt ihm nach Kreuz. Dort wird er überraschend in Runde 5 von Cumberland angegriffen und vom Brett gefegt! Aber auch Browne ist vor Ort, greift Cumberland an und zieht ihn so zurück, dass Frankreich danach Cumberland umzingeln und in Pik vom Brett nehmen kann.


Browne bei Magdeburg

In Runde 6 passiert etwas seltenes: Mark hat alle Zielstädte in Ostpreußen, geht aber mit Apraxin und Tottleben auf Olsztyn (Lehwaldt steht mittlerweile auf Soldau). Damit darf Preußen zwei der vier Zielstädte in Ostpreußen zurückerobern (Expertenregel). Die Russen greifen danach Lehwaldt an, aber gehen in Kreuz vom Brett.

Browne wird von nun an immer lästiger für Preußen. Guy greift mit ihm Magdeburg an. Seydlitz zieht sich sofort zurück, wird aber von Österreich an die Pik-Herz-Grenze geschoben. Dort lässt sich Chevert nicht lange bitten: Seydlitz geht freiwillig vom Brett. Damit ist Halberstadt erobert. Magdeburg wird noch von Heinrich gedeckt, der zunächst auf Malchin (schwedische Zielstadt) aufgepasst hat.

Österreich erobert ganz Schlesien. Runde 8 bringt die Schicksalskarte Indien.


Magdeburg ist ein heißes Pflaster

Russland versucht nun weiter mit Armeeüberlegenheit gegen Dohna Preußen Kreuz zu ziehen, und sich baldmöglichst schadarm aus den Kämpfen zu verabschieden. Auch Schweden zieht Preußen etwas Kreuz. Jedoch steht Dohna sicher.

Österreich braucht nur noch die Zielstädte in Sachsen. Jedoch geht er nicht energisch den Trossen hinterher (weil er wahrscheinlich befürchtet gegen Armeeüberlegenheit in Karo kämpfen zu müssen).

In Runde 10 attackiert Browne wieder bei Magdeburg - dieses Mal Heinrich und Cumberland gleichzeitig (letzterer wurde wieder eingesetzt und ist gleich nach Magdeburg gelaufen). So eine Gelegenheit lässt sich Guy nicht entgehen. Beide ziehen sich sofort zurück. Auch gegen die beiden einzeln angreifenden französischen Generäle zieht sich Heinrich zurück. Cumberland versucht danach Frankreich Herz zu ziehen, schafft das aber kaum. Er wird danach selbst umzingelt, und spielt dann sein gesamtes Herz gegen französisches Kreuz. Damit steht Ferdinand auf Diepholz relativ sicher.
Danach attackiert Heinrich Chevert, der nur eine Rückzugsmöglichkeit hat: -1. Die schafft er aber glücklich auch. Frankreich hat danach nur noch eine Herzkarte auf der Hand, und die Generäle ziehen sich nach Pik und Karo zurück.


Keith erobert Brieg zurück

Lehwaldt hatte sich dumm hingestellt, und konnte von Herz nach Kreuz attackiert werden. Dadurch geht er vom Brett. Dagegen schaffen es Saltikov und Fermor Dohna zum ersten Mal in Kreuz zu besiegen. Jedoch bekommt Mark danach nur wenig Kreuz, so dass er die nächsten Runden nicht mehr angreift.

Österreich attackiert zum ersten Mal in Sachsen-Karo. Österreich bietet 15 Armeen auf, Preußen 18 - Österreich zieht sich nach einigen gespielten TKs zurück.

In Runde 12 sehen die Schweden ein, dass sie in diesem Krieg nichts verloren haben Augenzwinkern. Preußen nimmt Lehwaldt aus dem Spiel.

Preußen rekrutiert zu dieser Zeit immer in Pik. Keith schafft mit neuen Armeen den Durchbruch bis Breslau. Er wird zwar unterwegs von Laudon (8 Armeen) immer wieder angegriffen, aber es hilft nichts: Keith erobert am Ende Brieg zurück, und hält es danach in dem er sich bei Kämpfen immer um -1 zurückzieht. Christian legt dafür in seinem Zug oft schon die "magische" Rückzugskarte bereit. Erstaunlicherweise stellt sich Keith immer in Karo hin, und verliert dadurch weiter Karokarten. Jedoch scheint Preußen sehr viel Karo zu haben.


Magdeburg fällt

Heinrich wird weiterhin bei Magdeburg von Browne nicht in Ruhe gelassen. Heinrich spielt sogar zwei Reserven, um sich gleich aus Kämpfen zurückzuziehen. Da Preußen ein Mal vergisst Heinrich zu bewegen, wird dieser letztlich von Österreich besiegt und vom Brett genommen. Magdeburg ist frei und wird von Frankreich in Runde 14 erobert. Ihnen fehlt nur noch Diepholz.

In Runde 14 gibt es auch den bis jetzt größten Karo-Kampf in Sachsen. Österreich spielt drei seiner vier Reserven, muss sich aber doch mit -4 zurückziehen. Österreich hatte danach noch ca. 20 Punkte in Karo übrig, aber Preußen hat deutlich mehr.

Russland hat es mittlerweile auch noch mit Seydlitz zu tun: Der war so schnell zu Pferde, dass er Küstrin zurückerobern konnte. Vereint schaffen es Russland und Österreich ihn vom Brett zu kämpfen. Danach erobert Russland Küstrin zum zweiten Mal. Auch Dohna wird in Kreuz angegriffen - erfolglos.

In Runde 17 werden Friedrichs Gedichte veröffentlicht. Haben die Alliierten jetzt eine bessere Chance?


Ferdinand steht sicher

Chevert attackiert alleine Ferdinand. Frankreich wird ins Dreieck gezogen: Cumberland ist nach Süden durchgebrochen, und Manni hat Angst um Magdeburg, auch wenn hier Guy mit seinen Österreichern hilft, die Preußen davon abzuhalten, dorthin zu gelangen.
Die Kreuzkämpfe um Diepholz dauern nie lang. Beim ersten Mal nimmt Chevert eine -1, danach zieht sich Ferdinand immer gleich mit -1 zurück (Chevert hat 8 Armeen, Ferdinand 7), und deckt weiterhin Diepholz. Manni will noch Generäle tauschen, damit es nicht immer zu der automatischen -1 kommt - doch dazu ist es bereits zu spät.

Browne und Daun stehen bei Berlin und können ein wenig die Versorgung der preußischen Generäle in Sachsen beeinträchtigen. Preußen schafft es aber den österreichischen Tross in Sachsen zu schlagen. Ein österreichischer General geht dadurch vom Brett.


Ereignisreiche Schlussphase

In Runde 19 kommt es zu einem Kreuzkampf in Kammin, in dem Preußen auf 0 spielt. Er endet in einem Unentschieden, da Russland kein Kreuz mehr hat. Daraufhin greift Dohna Tottleben in Kreuz an, der dann vom Brett muss. Jedoch ist sich Preußen seines Kreuzes nicht sicher und zieht Dohna auch schon mal schnell aus dem nächsten Kampf zurück.

Österreich und Hildi schaffen es beide Trosse versetzt zu schlagen. Jedoch schafft es Preußen sich mit den neu eingesetzten Trossen wieder zu versorgen. Danach greift Österreich doppelt in Karo an. Dieses Mal zieht sich Preußen zurück, sogar mit einer Reserve - obwohl Preußen noch einiges Karo auf der Hand hat. Nun heißt es nur noch durchhalten.

Ende der Runde 21 geht Frankreich durch den Verlust von Amerika aus dem Spiel.

Preußen kauft mittlerweile neue Armeen mit Karo! Dohna stellt sich auf Neu Stettin (Pik), um nicht auf Kreuz angegriffen zu werden. Österreich greift mit 20 Armeen in Sachsen-Karo 6 preußische Armeen an, Preußen zieht sich sofort zurück. Auch Hildi greift nochmal in Karo an - auch hier zieht sich Preußen sofort zurück. Runde 22 bringt Lord Bute.

Auch in der letzten Runde zieht sich Preußen an allen Fronten sofort mit -1 zurück. Letztlich stirbt die Zarin
Elisabeth - Preußen und damit Christian Blattner gewinnt das Finale der 10. Friedrich-WM und ist damit neuer Weltmeister!


Statistisches:

Schicksalskarten (Runde:Ereignis): 8:Indien, 12:Schweden, 17:Gedichte, 21:Amerika, 22:LordBute, 23:Elisabeth
Dauer: 23 Runden, ca. 5,5 Stunden brutto
Preußen: Weltmeister
Russland: 8 Zielstädte
Schweden: 6 von 10 Zielstädten
Österreich: 10 von 12 Zielstädten
Hildi (geführt von Pompadour): 3 von 5 Zielstädten
Frankreich: 9 Zielstädte
Preußen hatte noch 7 Minuten, die Alliierten hatten noch 9 Minuten übrig (Anfangszeit = 130 Minuten).

Noch 12 Monate bis zur 11. Friedrich WM! cool

Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von -toni- am 09.10.2015 15:36.

09.10.2015 09:32 -toni- ist offline Email an -toni- senden Beiträge von -toni- suchen Nehmen Sie -toni- in Ihre Freundesliste auf
 
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