7. Friedrich-WM 2012

Ergebnisse der Vorrunde



A: In der Vorrunde wurden insgesamt 16 Partien gespielt. Bemerkenswerte Ereignisse waren:

Partie 1: Andrew Browns Preußen ist nach 10 Runden besiegt. Die frühe Subsidienreduktion in Runde 6 machte es Andrew nicht leichter, und so konnte Steffen Schröder schließlich mit Österreich als Sieger vom Platz gehen.

Partie 2: Rodrigo Witzel erging es nicht besser. Er machte eine Menge Anfänger-Fehler und so wurden seine Preußen ebenfalls in Runde 10 bezwungen. Und erneut war Österreich der Sieger (Manfred Wichmann).

Partie 3: Richard Sivél gewann mit Preußen. Das Spiel dauerte 15 Runden, es gab keine Subsidienkürzung, und so war Preußen fast nie in ernsthafter Gefahr. Erst als Christian Blattners Russen in Sachsen auftauchten, wurde Richard SEHR nervös.

Partie 4: Klaus Blum konnte mit Preußen ebenfalls gewinnen. Nachdem Frankreich in Runde 13 ausgeschieden war, wandte sich Ferdinand ostwärts und fraß einen russischen Troß in Polen! Das Spiel dauerte 21 Runden.


Partie 3: Andreas Buschhaus und Mark Luta versuchen Richard Sivéls Verteidigung zu bezwingen. (Im Hintergrund sieht man Steffen Schröders Kopf leuchten.)


Partie 4: Klaus Blum zieht seine Preußen, beobachtet von Arnold de Wijs.


Partie 5: Mark Luta und Guy Atkinson. In diesem Spiel wird Mark schlußendlich mit Schweden gewinnen.


Partie 8: Manfred Wichmann in schweren Nöten. Die Österreicher wollen einfach nicht aufhören, die Magdeburg-Gegend unsicher zu machen!

Partie 5: Als Rußland in Runde 16 ausschied, bedeutete dies für Mark Luta den Sieg mit Schweden! Steffen Schröder hatte in dieser Partie mit Österreichern (Guy Atkinson) in der Neumark zu tun.

Partie 6: Anton Telle (Rußland) und Christian Blattner (Frankreich) erringen einen Doppelsieg gegen Maurice de Wijs' Preußen. Hierbei profitierte Christian von der enormen Herz-Schlacht, die Anton für seinen Sieg führen mußte (Anton hatte noch 2 Herzpunkte auf der Hand). Danach war es auch für Christian ein Leichtes Magdeburg mit Herz zu erobern..

Partie 7: Andreas Zölitz (Preußen) mißinterpretierte die österreichischen Rekrutierungen. Nach einer großen Schlachtenniederlage rekrutiert Andrew Brown mit 61 Kreuzpunkten frische Armeen. Also stellte Andreas strategisch auf eine Kreuzverteidigung um, und plötzlich wurde er in Kreuz hingweggefegt (Runde 13). Die Ironie des Ganzen: Es wäre die letzte Runde gewesen, da das Spiel mit dem Ausscheiden Frankreichs ohnehin zu Ende gegangen wäre.

Partie 8: Manfred Wichmann probiert etwas neues aus, und schickt Ferdinand von Anfang an gegen Rußland (Peter Hannappel). Ferdinand gibt auch gleich Saltikows 8 Armeen eins auf den Deckel. Vielleicht inspirierte dies Jose Luis Bonilla Rau (Österreich)? Auf jeden Fall sandte Jose Karl v. Lothringen gen Magdeburg, wo er für 5 Runden alle Preußen, die es aufzutauchen wagten, niedermetzelte. Es war ein zähes Ringen, Manni ging sogar die Zeit aus, er spielte auf der Stoppuhr (2,5 Min. je preuß. Zug, 30 Sec. für einen hannoveran. Zug) ... aber nach 17 Runden hat Manni mit Preußen gewonnen.

Partie 9: Arnold de Wijs gewinnt mit Preußen nach 23 Runden harten Kampfes. Auch wenn Arnold von einem frühen Ausscheiden Rußlands profitierte (Runde 6), setzte ihm das exzellente Stellungsspiel seiner Gegner zu, und so kam es zu der epischen Herz-Karo-Schlacht von Torgau: Winterfeldt gegen Lacy, 101 Karopunkte gegen 101 Herzpunkte plus 1 Reserve, die Lacy für den Rückzug benötigte.

Partie 10: Peter Hannappel ist geschockt als seine Preußen in Runde 4 die Reichsarmee angreift. Hildihat 31 Punkte in Herz! Und nur wenige Runden danach ist Peters Sachsen-Verteidigung Geschichte. Schließlich gewinnt Richard Sivél mit Österreich in Runde 14, gerade noch rechtzeitig. Eine Runde später wäre die Zarin gestorben, und das Spiel mit einem preußischen Sieg zu Ende gegangen.

Partie 11: Anton Telle gelingt es sein Preußen in Runde 22 zum Sieg zu führen. Und dies trotz Subsidienkürzungen in Runde 6 und 12, während Schweden erst in Runde 18 ausscheidet, Rußland in Runde 20 und Frankreich in Runde 22. Das ergibt einen TK-Koeffizienten von 0,55 (der Durchschnitt ist 0,68). Das ist der schlechteste TK-Koeffizient von allen WM-Partien bisher. Umso erstaunlicher ist es, daß Österreich (Mark Luta) es nur zu 5 Punkten bringt. Dieses unterdurchschnittliche Resultat wird Mark schlußendlich die Endspielteilnahme kosten.

Partie 12: Andreas Buschhaus gab sein Preußen-Debut bei der WM. Nach einigen groben Schnitzern zu beginn, konnte er sich konsolidieren und stand sehr gut. Dennoch, nach Runde 13 war es um Preußen geschehen und es gewannen Österreich (Klaus Blum) und Frankreich (Steffen Schröder).


Partie 11: Jose Luis Bonilla Rau deutet nach Hannover.


Partie 11: Dasselbe Spiel. Der Nachziehstapel besteht aus exakt 4 Karten, eine aus jedem TK-Blatt. Dahinter sieht man den Stapel Preußens (links) und den Frankreichs (rechts). Der französische ist sogar dicker als der preußische!


Partie 14: Arnold de Wijs und Rodrigo Witzel. Arnold zieht seine Österreicher. Er hätte diese Partie beinahe gewonnen (nach 19 Zügen), aber irgendwo hatte er ein wenig Zeit vertrödelt und so war Jose Luis Bonilla Rau mit Preußen erfolgreich.


Partie 16: Andreas Zölitz bewegt die österreichischen Truppen, während Christian Blattner die Situation in Ostpreußen analysiert, Peter Hannappel dasselbe für Frankreich tut und Steffen Schröder mit der Situation insgesamt recht zufrieden scheint.

Partie 13: Nach 19 Runden hat es auch Guy Atkinson geschafft. Sein Preußen hat den konzertierten Attacken von Andreas Buschhaus (Rußland), Anton Telle (Österreich) und Andrew Brown (Frankreich) standgehalten.

Partie 14: Jose Luis Bonilla Rau macht den nächsten Preußen-Sieg perfekt. Nachdem er lange Zeit für seine Angreifer kaum zu fassen war (ständige -1 Rückzüge!), konnte erst Richard Sivél mit einer kombinierten russisch-schwedischen Offensive (ungefähr in Runde 10) Bewegung ins Geschehen bringen. Diese Offensive kostete Jose ungefähr 130 Karo-Punkte, jedoch versäumte es Arnold de Wijs (Österreich) daraus sofortiges Kapital zu schalgen. Als Arnold sich endlich in eine gewinnträchtige Position gespielt hatte, war das Spiel vorbei – und Arnold hatte damit nicht nur seine Finalteilnahme verspielt, sondern sogar den ersten Platz der Vorrunde!

Partie 15: Mark Lutas Preußen haben ein hartes Los. Volle 23 Runden dauert der Schicksalskampf, und dennoch unterliegt Mark im letzten Augenblick. Maurice de Wijs siegt in der letztmöglichen Runde mit Österreich! Dieses Spiel sah alle Auf und Abs (Subsidienreduktion in Runde 8, Tod der Zarin in Runde 10), Mark war sogar auf der Stoppuhr für die beiden letzten Züge. Vielleicht kostete ihn dieser zusätzlich Zeitdruck den Sieg?

Partie 16: Christian Blattner gewinnt mit Preußen nach 22 Runden. Nachdem Steffen Schröders Russen recht früh (Runde 10) ausgeschieden sind (genauch 1 Runde nach der ersten Subsidienreduktion), war es auch für Andreas Zölitz (Österreich) und Peter Hannappel unmöglich, die preußische Verteidigung zu durchbrechen.



B: Tabellenstand nach der Vorrunde

Spieler Friedr. Elis. M.Ther. Pomp. Ges. TB
aKK Richard Sivél 12,0 9,0 12,0 8,0 41,0
1 Manfred Wichmann 12,0 6,0 12,0 8,0 38,0
2 Christian Blattner 12,0 6,0 8,3 11,5 37,8 12
3 Anton Telle 12,0 11,5 8,3 6,0 37,8 10
4 Steffen Schröder 8,0 6,0 12,0 11,5 37,5 14
5 Klaus Blum 12,0 6,0 11,5 8,0 37,5 11
6 Mark Luta 11,5 12,0 5,0 8,0 36,5
7 Arnold de Wijs 12,0 8,0 8,3 8,0 36,3
8 Jose Luis Bonilla Rau 12,0 7,0 9,2 8,0 36,2
9 Peter Hannappel 7,0 8,0 9,2 9,0 33,2
10 Guy Atkinson 12,0 7,0 6,9 7,0 32,9
11 Andrew Brown 5,0 8,0 12,0 7,0 32,0
12 Andreas Buschhaus 6,5 8,0 8,3 9,0 31,8
13 Maurice de Wijs 5,0 5,0 12,0 9,0 31,0
14 Andreas Zölitz 6,5 7,0 9,2 8,0 30,7
15 Rodrigo Witzel 5,0 9,0 7,5 9,0 30,5
TB = Tiebreaker No.1
aKK = außer Konkurrenz

Partie 15: Mark Luta ordnet seine Verteidigung gegen Manfred Wichmann, Maurice de Wijs und Klaus Blum.


Klaus Blum und Steffen Schröder gewinnen gemeinsam den Fairen Ehrensvärd,
den Preis für den fairsten Spieler.

Da Richard Sivél nur außer Konkurrenz teilnahm, zogen als die vier Bestplazierten
Manfred Wichmann, Christian Blattner, Anton Telle and Steffen Schröder ins Endspiel ein.

Dieses begann um 18:00 Uhr.

Titelverteidiger Manfred Wichmann hatte hierbei als Vorrundenerster die freie Wahl der Rolle (wie schon im letzten Jahr als er Weltmeister wurde), Christian Blattner die zweite Wahl, usw.

Für Christian war es die erste Final-Teilnahme, während es für Anton das sechste Finale war, für Steffen das vierte und für Manfred das dritte.

Dieses Jahr war es ein besonders enges Rennen um die Finalteilnahme. Zweimal mußte der erste Tie-Breaker angewendet werden. Steffen Schröder war hierbei um 2 Punkte besser als Klaus Blum und rutschte so noch knapp ins Finale.

Steffen und Klaus teilten sich jedoch nicht nur die Turnierpunkte, sondern auch den Gewinn des Preises für den Fairsten Spieler: Den Fairen Ehrensvärd.